Jane Goodalls Roots & Shoots wird 20

Original Roots & Shoots Group. Dar es Salaam. March 3, 1991.

Erste Roots & Shoots-Gruppe 1991

Roots & Shoots, das Kinder- und Jugendprogramm von Jane Goodall feiert sein 20-jähriges Bestehen. Das Programm motiviert junge Leute auf der ganzen Welt, sich aktiv für den Schutz der Natur und das Wohl von Menschen und Tieren zu engagieren.

„Die Mitglieder von Roots & Shoots sind junge Menschen, die entschlossen sind, eine Änderung herbeizuführen und die Dinge anzupacken. Sie geben mir Grund zur Hoffnung, dass wir Schritt für Schritt etwas zur Rettung unseres Planeten Erde beitragen können“ sagt Jane Goodall.

Am 19. Februar 1991 hatte die bekannte Schimpansenforscherin und Umweltaktivistin eine Gruppe Jugendlicher in ihr Haus in Dar es Salaam in Tansania eingeladen. Was als Gespräch über ihre Forschungen und den respektvollen Umgang mit Tieren begann, mündete in Clubs zum Natur- und Tierschutz und war der Anfang einer weltweiten Bewegung. „Wir haben das Programm begonnen, um den jungen Menschen zu zeigen, dass sie wirklich etwas bewegen können“, sagt Goodall heute.

Durch sein internationales Netzwerk verbindet das Programm Roots & Shoots inzwischen viele Tausend Kinder und Jugendliche in mehr als 10.000 Gruppen in 120 Ländern der Erde. Sie alle vereint der Wunsch, sich gemeinsam für eine bessere Welt einzusetzen.

Kindergartenkinder, Schüler und Studenten aus der ganzen Welt ziehen bei Roots & Shoots an einem Strang und machen mit zahlreichen Aktionen und Projekten auf Missstände in ihrer unmittelbaren Umgebung aufmerksam. Und sie zeigen Lösungen auf: Sie pflanzen Bäume, informieren über bedrohte Arten, engagieren sich gegen die Plastikflut, recyceln Handys oder unterstützen Obdachlosenküchen und Seniorenheime. „Roots & Shoots möchte positive Veränderungen für unsere Gesellschaft, für Tiere und für die Umwelt herbeiführen“, erklärt Monica Lieschke den ganzheitlichen Anspruch des Programms. Die Umweltpädagogin und Geschäftsführerin des Jane Goodall Instituts Deutschland weiß: „Kinder und Jugendliche werden nicht gerne in Schubladen wie «Tierschützer», «Umweltschützer» oder «sozial engagiert» gesteckt. Es gefällt ihnen, dass durch Roots & Shoots deutlich wird, wie alles auf der Welt miteinander verwoben ist.“

Seit der Neu-Gründung des Jane Goodall Instituts Deutschland im August 2010 entstehen auch im Bundesgebiet immer mehr „Roots & Shoots“-Gruppen. Das Institut fördert mit seinem Kinder- und Jugendprogramm bereits bei jungen Menschen ein hohes Maß an bürgerschaftlichem Engagement, das im Europäischen Jahr der Freiwilligentätigkeit 2011 zusätzlich gewürdigt wird.

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