Die Schimpansenauffangstation “Tchimpounga” liegt in der Nähe von Pointe Noire in der Republik Kongo. Neben der Station selbst, mit einer Grösse von 0,3 km2, gibt es noch ein 73 km2 grosses Reservat, welches die Regierung für den Gebrauch durch das Jane Goodall-Institut (JGI) freigegeben hat. Das Reservat wird regelmäßig von Rangern kontrolliert, um die Schimpansen vor Wilderern zu schützen.
Als Tchimpounga 1992 gegründet wurde, war das JGI verantwortlich für 25 Schimpansenwaisen, welche unter furchtbaren Zuständen in Zoos gelebt hatten. Heute leben 148 Waisen in Tchimpounga, der größten Auffangstation für Schimpansen in Afrika. Der Platz ist in den letzten Jahren immer geringer geworden und es wurde mit aller Kraft nach einer Lösung des Problems gesucht. Nun ist es soweit. Es gibt endlich mehr Platz für Tchimpounga. Lesen Sie hier die Details zu unserer Kampagne “From Fences to Forests”.
Sich um Schimpansenwaisen zu kümmern ist eine langjährige Aufgabe. Schimpansen können bis zu 60 Jahre alt werden und ihre Wiedereingliederung in die Wildnis ist eine Herausforderung.
„Es waren viele, die mir abrieten, mich auf Schimpansenwaisen einzulassen, “ sagt Jane Goodall, „aber für mich war es kein Dilemma. Ich konnte nicht einfach meinen Rücken einer ausgestreckten Hand zudrehen. Diese bittenden Augen, diese mitleiderweckenden
schlecht ernährten Köper der Schimpansen – so kam es zur Gründung unserer Auffangstationen.“
Die Auffangstationen haben ihre Mission inzwischen längst ausgedehnt, sie beinhalten jetzt auch Aufklärungsarbeit, nachhaltige Entwicklung und Gesundheitspogramme für die BewohnerInnen in diesen Regionen.
Dieser ganzheitlich ausgerichtete Ansatz wird helfen, die Lebensräume der Schimpansen und anderer bedrohter Arten in der Wildnis zu retten. Denn die Schimpansenwaisen dienen als Botschafter. Nach dem Besuch unserer Auffangstationen wurde vielen lokalen Einwohnern klar, dass sie in Zukunft keine Schimpansen mehr jagen wollen.

