Tacare

Tacare unterstützt 30 Dörfer um Kigoma

Tacare unterstützt 30 Dörfer um Kigoma

Das Wiederaufforstungsprojekt „Tacare“ (Lake Tanganyika Catchment Reforestation and Education) in Tansania wurde 1994 vom Jane Goodall-Institut ins Leben gerufen.

Das Projekt wurde mit dem Hintergrund gestartet, die Wiederaufforstung und den Schutz der Region um Kigoma, der dem Nationalpark Gombe nächstgelegenen Stadt, zu fokussieren. Außerdem legt das Programm besonderes Augenmerk auf die Ausbildung der Dorfbewohner, um die nachhaltige Landnutzungsplanung zu verbessern und Armut zu reduzieren. Das Tacare-Hauptbüro liegt in Kigoma-Stadt. Insgesamt 30 Dörfer in der Region Gombe nehmen an dem Projekt teil.

Im Rahmen von Bildung und Information wurde kürzlich ein viertes Bildungszentrum eröffnet. Neben der Ausbildung der Dorfbewohner in nachhaltiger Landwirtschaft setzt dieses Zentrum den Schwerpunkt auf Gesundheitspflege, Aidsvorsorge, Bauprojekte sowie ökologische und soziale Entwicklung. Dank der Möglichkeiten, die Tacare den Bewohnern bietet, sind diese in der Lage, ihren eigenen Lebensstandard zu verbessern und ihren Kindern eine anständige Zukunft zu bieten.

 

Wiederaufforstung

Als Jane Goodall im Jahr 1960 mit ihren Forschungen in Gombe began, hatte die Region noch ausgedehnte Wälder, die von Kigoma-Stadt in den Süden reichten und sich nach Norden bis an die Grenze Burundis erstreckten. Heute sind die Bäume im 15 Kilometer langen Gombe-Nationalpark an den Ufern des Tanganjikasees die einzigen, die dort noch stehen. Die gesamte Vegetation ist verschwunden, die Hügel liegen kahl und der einst fruchtbare Boden wird vom See abgetragen. Der Grund für diese schnelle und tragische Entwaldung ist der enorme Bevölkerungszuwachs in der Region. Immer mehr Menschen benötigten Feuerholz und mehr Land für ihre dürftigen Erträge. Sie entwaldeten die Region und müssen als Folge dessen von einem Ort zum anderen ziehen auf der Suche nach Holz. Heute müssen die Frauen sechs Stunden laufen, um genug Feuerholz für gerade einmal fünf Tage zu sammeln.

Um weitere Abholzung zu verhindern, werden die Dorfbewohner geschult, selbst kleine Waldstücke für Feuerholz anzulegen und zu pflegen. Mit Hilfe speziell entworfener sparsamer Öfen kann der Verbrauch von Feuerholz weiter gesenkt werden. Zusätzlich werden von den Bewohnern unter Leitung des Tacare-Projekts Bäume gepflanzt. Diese versorgen die Menschen mit Früchten, Holz und einem Einkommen für die Zukunft, so dass die Dorfbewohner diese Ressourcen nicht mehr im Regenwald suchen müssen – er bleibt erhalten. Mehrere Gärtnereien mit Gemüse, Obstbäumen und Bäumen für die Feuerholz-Nutzung wurden bereits in allen Teilen der Region angelegt.

Bauprojekte

Zusätzlich zu den Programmen im Bereich Landwirtschaft und Wiederaufforstung steht Tacare den Dorfbewohnern bei Bauprojekten mit Rat und Tat zur Seite. Beispielsweise helfen ihnen Fachkräfte bei verschiedenen Konstruktionen. Außerdem werden die Teilnehmer darin trainiert, selbst Materialien herzustellen, was sie in die Lage versetzt, sehr stabile Gebäude mit sehr geringen finanziellen Mitteln zu bauen.

Wirtschaftliches Ziel

Kigoma ist die einzige Region Tansanias mit bedeutender Palmölproduktion. 1998 initiierte das Tacare-Programm ein Auswahlprojekt für die Palmölgärten. In Zusammenarbeit mit dem tansanischen Landwirtschaftsministerium wurde eine sehr seltene Palme mit der gemeinen Spezies gekreuzt. Durch die Kreuzung der großen Samen mit solchen, die einen sehr hohen Ölanteil haben, wurde eine Sorte geschaffen, die den Ölertrag vervierfachen kann. Die Spezialisten von Tacare lehren die Ortsansässigen die Benutzung dieser neuen Sorte sowie nachhaltige Anbaumethoden. Bedenkt man, dass die Ölpalme das wichtigste marktfähige Agrarprodukt in der Region ist, so wird eine höhere Ölproduktion einen positiven Beitrag zum Einkommen und zur Lebensqualität der Bewohner Kigomas leisten.

Auch den Kindern helfen die Tacare-Projekte

Auch den Kindern helfen die Tacare-Projekte

 

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