Solarlampen für Tanzania

Nach mehr als einem Jahr Vorbereitungszeit konnten wir gemeinsam mit unserem „Solarlampen-Partner“ Villageboom aus Münster und dem Jane Goodall Institut in Tansania den „Piloten“ unseres neuen Hilfsprojekts in der Region um den Gombe Nationalpark starten und zwar  in dem extrem abgelegenen Dorf Mwamgongo am Ufer des Tanganyikasees. In den insgesamt etwas über 50 Dörfern dieses Gebiets mit etwa 300 000 Einwohnern gibt es bisher so gut wie keinen elektrischen Strom – Beleuchtung ist in den allermeisten Häusern nur in Form von Kerosinlampen vorhanden, die eine miserable Lichtausbeute haben, giftige Abgase produzieren und die vor allem teuer im Unterhalt sind – pro Monat verbraucht so eine Lampe vier bis fünf US Dollar an Kerosin.

Dank des technischen Fortschritts der letzten Jahre sind inzwischen kleine, tragbare und sehr robuste Solarlampen zu unschlagbar geringen Preisen verfügbar geworden, was eine echte Revolution für den Alltag der Menschen in diesen Gebieten bedeutet: nicht nur dass diese Lampen viele Stunden helles Licht liefern, sondern man kann über den eingebauten Akku und das mitgelieferte Kabel auch ein Handy aufladen! Das ist gerade in dieser so abgelegenen Region extrem wichtig.

Diese Revolution unterstützen wir mit einem ganz simplen, aber sehr effektiven „Geschäftsmodell“:
Mit Spendengeldern, die wir durch unsere Arbeit hier in Deutschland generieren, kaufen wir bei dem Sozialunternehmen Villageboom aus Münster die Solarlampen ein und stellen sie dem Jane Goodall Institut in Tansania zur Verfügung; Unsere Kollegen in Kigoma sorgen dann dafür, dass die Lampen entweder auf direktem Wege oder über das bereits vorhandene Mikrokredit-System an die Dorfbewohner verkauft werden. Die Rückflüsse aus den Verkäufen können dann direkt in neue Hilfsprojekte des JGI-Tansania vor Ort fließen, wie z.B. Wasserversorgung, Bodenverbesserung, HIV-Prävention usw.

Mit dem Vertrieb der Lampen ist auch ein Geschäftsmodell verbunden, das es Dorfbewohnern ermöglicht, sich mit Reparaturen und Service rund um die Lampen dauerhaft eine Existenzgrundlage zu schaffen. Mittel- bis langfristig ist es das Ziel, dass die Lampen auch vor Ort montiert werden können, um auf diese Weise noch mehr Arbeitsplätze zu schaffen.

Für die Käufer ist besonders erfreulich, dass die Solarlampen sich innerhalb von maximal fünf Monaten amortisieren und sie mit dem gesparten Geld dann z.B. ein Kind in die Schule schicken können – und die Kinder können nun endlich auch nach Einbruch der Dunkelheit bei gutem Licht Hausaufgaben machen …also eine absolute Win-Win-Win-Geschichte!

Hier ist ein Video in dem ein Dorfbewohner davon berichtet, wie die Solarlampe sein Leben verändert hat…

Video: Shadrach Meschach und Till Edeler

 Wir möchten an dieser Stelle allen danken, die uns geholfen haben, dieses viel versprechende Projekt ins Rollen zu bringen – neben den vielen Einzelspendern sind hier insbesondere auch unsere Partner Vispiron AG in München, Dallmayr-Kaffee in München sowie der Zoo Magdeburg zu nennen… DANKE!

PS. Wir halten Sie an dieser Stelle über die weitere Entwicklung des Projekts auf dem Laufenden!

Fotos: Berthold Hock, Villageboom VB2.2.1

 

 

2 Kommentare zu Solarlampen für Tanzania

  1. Matthias Peitz sagt:

    Hallo,
    wär es möglich, die Solarlampe inkl. Panel in Deutschland zu vertreiben zu einem Preis, der einen Anteil zur Unterstützung der Projekte in Afrika enthält?

    Gruß

    Matthias Peitz

    • Lieber Herr Peitz,

      vielen Dank für Ihr Interesse und die Anregung! Wir finden die Idee wunderbar, bitte setzen Sie sich doch direkt mit dem Hersteller der Lampen, unserem Partner Villageboom in Verbindung. http://www.villageboom.de
      Mit Thomas Ricke, dem Gründer, finden Sie bestimmt ein gute Lösung!

      Beste Grüße

      Lorenz Knauer

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