Hilfe für Benin

Roots & Shoots betreut Brachland

Gemeinsam mit unserem Kooperationspartner „Wema Home e.V.“ wurde 2001 [intlink id=“roots-shoots“ type=“page“]Roots & Shoots[/intlink] in Benin ins Leben gerufen. Roots & Shoots befasst sich dort vor allem mit der Renaturierung von abgeholztem und zerstörtem Land. So wird der geschundenen Natur die Chance gegeben, sich mit ein wenig Hilfe zu erholen. Kinder von Grundschulen sind für die Renaturierungsflächen verantwortlich.

Bewirbt sich eine Schule für das Projekt, suchen der Dorfchef und der „Hüter der Erde“ ein geeignetes Gebiet aus. Zum Schutz des Areals wird ein Zaun gefertigt und die Kinder schlagen eine acht bis zehn Meter breite Schneise in das hohe, trockene Elefantengras. So wird verhindert, dass ein Feuer aus dem Umland auf das Brachland übergreift. Die Feuerschneise muss regelmäßig gepflegt und von trockenem Laub und Gräsern befreit werden.

Einheimische Botaniker der Universitäten Parakou und Abomey-Calavi bestimmen die Pflanzen, die auf den Brachflächen wachsen und legen mit den Schulkindern Herbarien an. Aber auch Ideen der Kinder werden umgesetzt: Sie stellten Bienenstöcke im Brachland auf.

Das haben wir bereits erreicht

Nahe der Gemeinde Gobada entdeckten Botaniker Aloe-Pflanzen, die man dort Jahrzehnte lang nicht gesehen hatte. Außerdem haben sich wieder Kleingazellen und Pythons angesiedelt. Mittlerweile sind 36 Schulen an dem Projekt beteiligt.

Unser Ziel

Wir wollen gerade jungen Menschen das Bewusstsein vermitteln, wie vorteilhaft es für die Natur ist, Flächen zu renaturieren. Durch eigenes, bewusstes Erleben und Handeln sollen Kinder lernen, alle Mitgeschöpfe zu respektieren. Die Schüler identifizieren sich bereits sehr stark mit dem Projekt. Sie überzeugen sogar ihre Eltern und Verwandte, Bäume auf den Feldern nicht zu fällen und kleine Brachlandflächen einzuzäunen.

Wir arbeiten daran, dass jede Grundschule in Benin eines Tages ein Hektar Brachland betreut.

Solarlampen – sauberes Licht

Der Großteil der Haushalte in Benin besitzt keinen Strom. Deshalb verwenden die Menschen dort meist Petroleumlampen, die jedoch rußen und stinken. Solarlampen haben diese negativen Eigenschaften nicht und geben darüber hinaus ein fünfmal helleres Licht ab als Petroleumlampen. Außerdem sind Solarlampen ungefährlich und produzieren kein schädliches Kohlendioxid.

„Wema Home e.V.“ konnte bereits einen kleinen Betrieb in Gobada ins Leben rufen, der Solarlampen montiert und vermietet. Wer eine Lampe leihen möchte, zahlt lediglich eine Gebühr für das Aufladen der Akkus. Dafür sparen die Menschen die Kosten für das Petroleum. Die Auflade-Gebühr kommt wieder dem Projekt zugute. Die Menschen vor Ort nehmen das Angebot sehr gut an, so dass ein weiterer Betrieb im Norden des Landes eröffnet werden soll. Auch das von „Wema Home e.V.“ gebaute Ausbildungszentrum für Frauen und Mädchen, das im Oktober 2010 eröffnet werden soll, wurde mit den Solarlampen ausgestattet.

Fußballturnier – zusammen Spaß haben

Die Begeisterung und die Motivation der Schüler werden durch gemeinsames Spiel und Sport gefördert. Zur Belohnung für ihren Einsatz beim Brachlandprojekt veranstaltet „Wema Home e.V.“ auch 2010 wieder ein Fußballturnier. Zehn Mannschaften kämpfen in zwei Gruppen um den Titel. Die Siegermannschaft erhält einen Pokal und einen Fußball, für alle gibt es kleine Geschenke.

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