Nochmal TingaTinga

Mit viel Glück, hatte ich also bei einem meiner ersten Interviews Shukuru kennengelernt, der rein zufällig ehemaliger Ranger der WMA ist und aus TingaTinga kommt. Nach dem Besuch mit ihm im Hauptquatier des WMAs hatte er uns nach TingaTinga eingeladen, damit ich dort mit einer Gruppe von Frauen sprechen konnte. Der Trip ins Dorf war diesmal besonders abendteuerlich und anstrengend, denn der Wind war wirklich stark und unser Motorrad wurde alle paar Meter von Böen erfasst und wir waren gezwungen stehen zubleiben. Abgesehen davon flogen uns auch noch tausende von Schmetterlingen um die Ohren, denn die schienen grade auf Reise zu sein. Es sah teilweise fast so aus als würde es schneien. Irgendwann haben wir es dann aber doch noch geschafft und erreichten die kleine Kirche, in der das Treffen stattfinden sollte.

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Shukurus Vater ist dort der Pastor und für unser Vorhaben war es einfach perfekt. Wie ihr seht ist diese Kirche sehr einfach und aus Holz errichtet. Auch hier gibt es nur vereinzelt Elektrizität, daher überreichte ich dem Pastor, nach unserer Dikussionsrunde, auch hier wieder eine der Solarlampen vom JGI. Die Freude war wieder riesig, denn diese kleinen Lampen sind einfach nur unglaublich hilfreich.

An der Diskussion nahmen 15 Frauen teil und es handelte um eine, beim WMA registrierte, Gruppe. Die Leiterin der Gruppe ist Shukurus Mutter und sie half uns beim Übersetzen in die Sprache der Massai. Anfangs verlief das Gespräch noch recht zähflüssig und die meisten Frauen beteiligten sich kaum. Nachdem ich jedoch einige Fragen stellen konnte, die deutlich machten, dass es bei dem Gespräch um die Meinung, Erfahrungen und Ideen der Frauen ging, tauten diese dann langsam aber sicher auf und die Runde wurde immer lebhafter. Es war wirklich ein tolles und beeindruckendes Erlebnis und hätte mir vor meiner Abreise jemand gesagt, dass ich solche Chancen haben werde, hätte ich ihm wahrscheinlich nicht geglaubt.

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Die Frauengruppe TingaTingas

Nach den Gesprächen wurde mir dann wieder ein Kette umgehängt und gesagt, dass wenn ich das nächste Mal käme sie mich in der traditionellen Shukra kleiden würden. Leider wird es ein nächstes Mal allerdings so schnell wahrscheinlich nicht geben, aber mit Shukuru und seinen Eltern habe ich Freunde gefunden. Bei meinem nächsten Besuch in Moshi habe ich dann einige Fotos entwickeln lassen und diese, zur Erinnerung, nach TingaTinga geschickt.

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Shukurus Mama und ich nach dem Interview

 

 

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