Forschungstätigkeit stellt die Basis für Natuzschutzprogramme dar. Vorläufige Untersuchungsergebnisse sind entscheidend für den Entwurf und die Durchführung von langfristigen Schutzbemühungen und der erfolgreiche Ausgang von Projekten hängt vom umfangreichen Wissen über die regionale Wechselbeziehung zwischen Mensch und Natur ab.
Rund dreißig Jahre ihres Lebens forschte Jane Goodall im Dschungel des Gombe Stream-Nationalparks am Ufer des Tanganjika-Sees in Tansania. Sie revolutionierte die vergleichende Verhaltensforschung und das Wissen über Menschenaffen.
Diese von Jane Goodall 1960 errichtete Station ist weltweit die führende Institution für Schimpansenforschung. Die Forschung in Gombe wird seit 1960 bis heute fortgesetzt. Im Jahr 2010 ist dies mit einer Dauer von 50 Jahren die längste Freilandstudie der Welt.
Jane Goodall kann heute nur mehr wenige Tage in Gombe verbringen. Sie hält weltweit fast täglich Vorträge, um sich so für den Schutz von Menschenaffen und der Umwelt einzusetzen. Jedoch sind in ihrer Station zahlreiche WissenschaftlerInnen aus aller Welt tätig. Das wissenschaftliche Team des Jane Goodall-Instituts trägt unaufhörlich zu unserem Wissen über Schimpansen bei und liefert weiterhin wegweisende Forschung an demographischen Strukturen, Jagd, Kultur und Mutter-Kind-Beziehung der örtlichen Schimpansengemeinschaft. Wichtige Ergebnisse werden ebenfalls im Bereich der Medizin und der Genetik publiziert.
Internationale Website des Jane Goodall-Instituts und des Forschungszentrums in Gombe
Jane Goodall Research Center – University of South California
Offizielle Website des Gombe Stream-Nationalparks
ChimpanZoo
ChimpanZoo ist ein vom Jane Goodall-Institut 1984 gegründetes internationales Forschungsprogramm, das sich dem Studium von in Gefangenschaft gehaltenen Schimpansen und der Verbesserung ihrer Lebensbedingungen durch Forschung, Bildung und Beschäftigungstherapie widmet.
Studenten, Freiwillige und Pfleger protokollieren Verhaltensbeobachtungen und arbeiten mit Tierpflegern, um das Leben in Gefangenschaft gehaltener Schimpansen zu verbessern. Sie vergleichen das Verhalten dieser Schimpansen mit dem freilebender Tiere. Die Ergebnisse der Studien werden alljährlich auf der ChimpanZoo-Konferenz präsentiert. Die Konferenz dient als Forum für Diskussion und Austausch neuer Informationen und Ideen.
ChimpanZoo berät Zoos bei der Planung und Einrichtung von artgerechten Gehegen zur Verbesserung der Haltungsbedingungen von Menschenaffen. Derzeit nehmen weltweit 20 Zoos und Auffangstationen am Programm teil, es sind rund 200 Schimpansen involviert. Das Programm stellt somit das größte jemals realisierte Menschenaffen-Forschungsprogramm dar. Die teilnehmenden Zoos tragen zur weltweit größten Datenbank im Bezug auf Gesundheit und Verhalten gefangener Schimpansen bei.

