Afrika wurde aufgegriffen durch Förster der Uganda Wildlife Authority (UWA) im Queen Elizabeth Nationalpark. Wilderer hatten einen Käfig, in dem sich Afrika befand, in einem Dorf namens Katerera aufgehängt. Der Informant teilte der UWA mit, dass es einen Schimpansen-Deal geben werde. Jemand von außerhalb sollte gegen 14 Uhr kommen und für Afrika bezahlen. Derselbe Tag war der Tag der Rettung für Afrika. Amos, ein Tierpfleger, befreite Afrika aus dem Käfig und brachte sie am 14. November 2007 zum UWEC (Uganda Wildlife Educational Center). Afrika war in einem improvisierten Holzkäfig eingesperrt gewesen, der ihr keine Möglichkeit bot, sich zu strecken, sie konnte nur ihre Hand durch eine kleine Öffnung strecken, wenn sie etwas zu essen bekam. Als sie gefunden wurde, lebte sie in ihrem eigenen Unrat. Der kleine Affe hatte Geschwüre an den Händen und ernährte sich nur von Bananen und Popcorn, da dies das einzige war, was sie essen wollte. Sie war dehydriert und sehr schwach, außerdem hatte sie keinen Appetit, ausgenommen auf Bananen. Afrika konnte nicht klettern und sich auch nicht richtig frei bewegen, wie es für Baby-Schimpansen typisch ist. Obwohl sie bei ihrer Ankunft Anzeichen von Depression und Zurückhaltung vor Menschen zeigte, passte sich Afrika schnell an und gewöhnte sich zum Glück bald an ihre neue Umgebung.
Afrika kam gut mit den anderen jungen Schimpansen zurecht, besonders mit Nani, Ikuru, Pasa, Namukisa, Nakuru und Yoyo. Ihr Appetit verbesserte sich stetig, insbesondere, wenn es um Papaya und Jackbaumfrucht ging, ihre Favoriten in Sachen Obst. Afrika baute zudem eine enge Freundschaft zu Baron auf, mit dem sie die meiste Zeit des Tages verbringt. Ihren ersten Tag im Wald verbrachte sie ohne Probleme. Es war ein großer Schritt für Afrika, die Bäume und die Vegetation um das Gehege herum kennenzulernen. Sie ist vom Wesen her eher ernst, während Baron sehr spielerisch ist und alles benutzt, um Spaß zu haben. Während der Integrationsübungen genoss es Afrika, von Ikuru das Fischen von Honig aus Termitenhügeln zu lernen. Mit der Zeit kam sie immer mehr in Kontakt mit den anderen jungen Weibchen wie Nani und Yoyo. Auch Rambo gewann sie lieb und die beiden genossen es, während der Integrationsübungen miteinander zu spielen. Von Rambo lernte Afrika auch, wie man die Hängematte sauber hält, und zwar geschah dies durch Nachahmen. Für einige Tage blieb Rambo mit Afrika und Baron in einem Gehege. Zuerst verbrachte Rambo eine Menge Zeit damit, mit den beiden zu spielen, aber er schien sich dann auf einmal sehr für das Saubermachen zu interessieren, insbesondere dafür, das alte Heu aus den Hängematten zu beseitigen. Afrika und Baron beobachteten Rambo dabei und in den folgenden Tagen konnte man dann die beiden dabei beobachten, wie sie ebenfalls das Heu aus den Hängematten entfernten. So lernt Afrika jeden Tag neue Dinge dazu und sieht Ngamba Island immer mehr als ihre neue Heimat an.

